30.08.2017
Hilfe im letzten Moment

Seit über 27 Jahren engagiert sich der Tschernobyl-Hilfe Stralsund e.V. dafür, Kinder zur Erholung nach Stralsund zu holen und Hilfstransporte für soziale Einrichtungen nach Weißrussland zu organisieren. Die Heimat der Kinder liegt im Gebiet Gomel, das seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor über 30 Jahren noch immer unter den Folgen radioaktiver Strahlungen leidet. Der Ende Juli anstehende Hilfstransport in die weißrussische Stadt Mozyr wäre beinahe gescheitert, da der altersschwache Transporter des Vereins die rund 4.000 Kilometer lange Strecke nicht mehr bewältigt hätte. Eine Reparatur war dringend notwendig.

Da der Verein ehrenamtlich arbeitet und die Hilfstransporte ausschließlich über Spenden finanziert werden, wandte sich der Verein an die Unternehmensgruppe Stadtwerke Stralsund, mit der Bitte um Unterstützung. Die Unternehmen beteiligten sich gemeinsam an den Reparaturkosten, um den Hilfstransport doch noch zu ermöglichen.

Frau Regina Deutscher, Vorsitzende des Tschernobyl-Hilfe Stralsund e.V. bedankte sich gemeinsam mit den 40 weißrussischen Kindern für die Unterstützung und schnelle Hilfe. «Es ist schön zu sehen, wie unbeschwert die Kinder ihren vierwöchigen Aufenthalt in Stralsund genießen und sich dabei gesundheitlich erholen können.», so Antje Woltmann von der SWS Stadtwerke Stralsund GmbH, die den Dank für die Unterstützung entgegen nahm.