31.01.2018
Ökostromzertifikat an Stadtverwaltung überreicht

Seit dem Jahr 2013 werden die Liegenschaften der Stadtverwaltung mit Ökostrom versorgt. Die dafür notwendige Energieerzeugung erfolgt in nachhaltigen Wasserkraftanlagen, die moderne Umweltstandards erfüllen und an das europäische Stromnetz angeschlossen sind. Was zunächst mit einer Jahresverbrauchsmenge von rund 242.000 Kilowattstunden für die drei Verwaltungsgebäude Stralsund Museum, Ordnungsamt und Stadtbibliothek begann, entwickelte sich schrittweise bis zu einer Gesamtbezugsmenge von 6.140.000 Kilowattstunden im Jahr 2018. Heute werden 29 städtische Liegenschaften, 20 Schulen und sechs Sportanlagen versorgt. Die Ökostrom-Herkunftsnachweise werden durch das Bundesumweltamt bestätigt und entsprechen dem Kriterienkatalog ÖKOSTROM + der KlimaINVEST Green Concepts GmbH.

Mit der Gesamtbezugsmenge erreicht die Hansestadt Stralsund Klimaneutralität beim Stromverbrauch. Durch den Einsatz des Ökostroms werden 3.666 Tonnen CO2 klimawirksam vermieden.

»Damit setzt die Hansestadt Stralsund eine Maßnahme, des aus dem Jahr 2011 von der Bürgerschaft beschlossenen Klimaschutzkonzeptes um. So nehmen wir in Verbindung mit der energetischen Sanierung der städtischen Verwaltungsgebäude unsere Vorbildfunktion im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz wahr«, freut sich Holger Albrecht, Amtsleiter für Schule, Sport und Zentrales Gebäudemanagement, über das bisher erreichte Ergebnis.

»Wir als Stadtwerke sind glücklich darüber, dass die Stadtverwaltung es sich auf die Fahnen geschrieben hat, klimabewusst Strom zu beziehen. Denn wir selber gehen mit gutem Beispiel voran. Seit dem Beschluss der Bundesregierung im Jahr 2011 zum Ausstieg aus der Atomenergie und dem damit eingeleiteten Richtungswechsel in der Energiepolitik verfolgen wir das Ziel, die politische Energiewende umzusetzen und vor Ort mitzugestalten. So haben wir seit dem Jahr 2011 über 18 Millionen Euro in dezentrale Erzeugungsanlagen auf Basis Erneuerbarer Energien investiert, die eine jährliche Einsparung des CO2-Ausstoßes von 16.800 Tonnen bewirken«, so Tarik Kreißel von den Stadtwerken Stralsund.

»Die Weiterführung des Ökostrombezugs ist für uns als Stadt ein wichtiger Schritt zur Verstetigung von Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept. Das heißt jetzt aber nicht, dass wir uns darauf ausruhen. Denn wir haben noch viel zu tun, zum Beispiel im Bereich der Investitionen in die energetische Sanierung der Schulen, aber auch durch ein Energiesparprojekt an Schulen im Bereich der Schulung des Nutzerverhaltens, um dauerhaft Energie einzusparen und die Kosten zu senken«, sagt Klimaschutzmanager Stephan Latzko.

Zum Nachweis erhielt Holger Albrecht von Tarik Kreißel das Ökostromzertifikat überreicht.