21.10.2026 Vom Feld ins Fernwärmenetz:

Mais aus der Region liefert Energie für Stralsund

Rund 17.500 Tonnen Mais aus dem Umland sind in diesem Jahr für die Biogasanlage Am Umspannwerk geerntet und eingelagert worden. Der Mais stammt von den Flächen der Landwirtschaftsbetriebe, die die Anlage mit Substraten beliefern. Die Ernte deckt den Maisbedarf der Biogasanlage für ein weiteres Jahr. Das dort erzeugte Biogas wird in Blockheizkraftwerken genutzt, die Strom und Fernwärme für Stralsund produzieren.

Hinter den 17.500 Tonnen steckt ein wichtiger Beitrag zur regionalen Energieversorgung. Bei einem Ertrag von rund 45 Tonnen je Hektar entspricht die Ernte einer Anbaufläche von etwa 390 Hektar – das sind rund 550 Fußballfelder. Der Mais wird von den substratliefernden Landwirtschaftsbetrieben im Umland angebaut und von Lohndienstleistern geerntet. Die Wege zur Biogasanlage sind kurz: Die Entfernung beträgt höchstens 15 Kilometer.

Aus regionalen Rohstoffen entstehen Strom und Wärme

In der Biogasanlage Am Umspannwerk werden jährlich insgesamt rund 40.000 Tonnen verschiedener Rohstoffe verarbeitet. Mikroorganismen bauen das organische Material ab und erzeugen dabei Biogas. Die jährliche Gasproduktion hat einen Energiegehalt von etwa 36 Gigawattstunden – das entspricht 36 Millionen Kilowattstunden.

Das Biogas dient als Brennstoff für die Blockheizkraftwerke der Stadtwerke Stralsund. Sie erzeugen gleichzeitig Strom und nutzbare Wärme. Die Wärme wird in das Stralsunder Fernwärmenetz eingespeist und trägt dazu bei, die angeschlossenen Gebäude mit Heizwärme und Warmwasser zu versorgen.

Die Ernte wird zum Energievorrat

Nach der Ernte wird der Mais am Anlagenstandort eingelagert und siliert. Anschließend kommt er über das Jahr hinweg bedarfsgerecht in der Biogasanlage zum Einsatz. So lässt sich die Energie aus der Ernte auch dann nutzen, wenn auf den Feldern längst nichts mehr wächst.

Mit dem Abschluss der Ernte ist der Maisbedarf der Anlage für ein weiteres Betriebsjahr gedeckt. Die Zusammenarbeit mit Landwirtschaftsbetrieben aus der Region, kurze Transportwege und die Verarbeitung vor Ort verbinden die Landwirtschaft mit der Strom- und Wärmeversorgung Stralsunds.

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