26.09.2025 Innovative KWK-Anlage mit Solarthermie

Stralsund setzt auf klimafreundliche Fernwärme mit der KWK-Anlage aus Solarthermie

Die innovative Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (iKWK) der Stadtwerke Stralsund kombiniert hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung mit modernster Solarthermie und Wärmespeichertechnologie. Dieses Zusammenspiel sorgt für eine umweltfreundliche, zuverlässige und zukunftssichere Wärmeversorgung für Stralsund.

Mit dem Blockheizkraftwerk in der Prohner Straße wird gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt, während die neue Solarthermieanlage einen großen Anteil an erneuerbarer, CO₂-freier Wärme beisteuert. Ein Wärmespeicher sorgt dafür, dass die erzeugte Wärme flexibel und bedarfsgerecht ins Fernwärmenetz eingespeist werden kann.

Die drittgrößte Solarthermieanlage Deutschlands entsteht in Stralsund

Die Bauarbeiten für die drittgrößte Solarthermieanlage Deutschlands schreiten planmäßig voran. Die feierliche Grundsteinlegung fand am 3. Juli 2024 statt, begleitet von Oberbürgermeister Alexander Badrow, den Stadtwerken Stralsund und zahlreichen Projektpartnern.

Seit Mitte September 2024 liegt der Fokus auf der Installation der 4.824 Solarkollektoren, die künftig Sonnenstrahlung in Wärmeenergie umwandeln. Nach ihrer Fertigstellung wird die Anlage über 11 Gigawattstunden erneuerbare und CO₂-freie Wärme pro Jahr erzeugen. Das entspricht mehr als 10 Prozent des Fernwärmebedarfs im Netzgebiet Knieper/Grünhufe.

Mit diesem Projekt setzen die Stadtwerke Stralsund neue Maßstäbe in der nachhaltigen Energieversorgung und leisten einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz. Die Inbetriebnahme der Anlage erfolgt schrittweise, wie geplant.

So funktioniert die Solarthermieanlage

Die Solarthermieanlage besteht aus Tausenden Flachkollektoren, in denen eine schwarz beschichtete Absorberfläche unter einer Glasabdeckung die Sonnenstrahlung in Wärme umwandelt. Eine Solarflüssigkeit transportiert die gewonnene Energie über isolierte Leitungen zum Wärmespeicher oder direkt ins Fernwärmenetz.

Die wichtigsten Komponenten sind:

- Solarkollektoren – wandeln Sonnenstrahlung in Wärme um

- Wärmeträgerkreislauf – transportiert die Energie vom Kollektor zum Speicher

- Regelungseinheit – steuert die Wärmeabgabe bedarfsgerecht

- Großer Wärmespeicher – sorgt für Flexibilität und Versorgungssicherheit auch bei wechselnder Sonneneinstrahlung

Durch die Integration dieser Technologie ins iKWK-System wird das Blockheizkraftwerk entlastet und der Anteil erneuerbarer Wärme im Fernwärmenetz deutlich gesteigert.

 

Teil einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie

Die Solarthermieanlage ist Teil der langfristigen Strategie der Stadtwerke Stralsund, den Anteil erneuerbarer Energien kontinuierlich zu erhöhen. Bereits heute tragen Projekte wie die Power-to-Heat-Anlage und das modernisierte Blockheizkraftwerk Prohner Straße dazu bei, dass der Anteil erneuerbarer Energien bei rund 30 Prozent liegt – ein Wert, der dem Ziel der Bundesregierung für 2030 entspricht.

 

Vorteile der iKWK-Anlage für Stralsund

- Klimafreundlich: Über 11 GWh CO₂-freie Wärme pro Jahr

- Effizient: Kombination aus KWK, Solarthermie und Wärmespeicher

- Regional: Stärkung der kommunalen Energieversorgung

- Zukunftssicher: Bereits heute auf dem Niveau der Klimaziele 2030

Eine Panoramaansicht einer beleuchteten Hafenstadt bei Nacht, mit einem Schiff im Vordergrund und einer Verbindung aus Lichtpunkten über dem Stadtbild, was auf Vernetzung und digitale Technologie hinweist.

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