Kommunaler Ladeverbund wächst weiter
Die Stadtwerke Stralsund und die Stadtwerke Ribnitz-Damgarten haben eine umfassende Kooperation im Bereich Elektromobilität vereinbart. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die öffentliche Ladeinfrastruktur in der Region gemeinsam weiterzuentwickeln und den Kunden ein einfaches, transparentes und attraktives Ladeangebot zu bieten.
Die Stadtwerke Stralsund betreiben bereits 128 Lade-Standorte mit über 250 öffentlichen Ladepunkten in Stralsund, auf Rügen und im Landkreis Vorpommern-Rügen. Mit der Integration der neun Ladesäulen der Stadtwerke Ribnitz-Damgarten mit derzeit 18 Ladepunkten im Stadtgebiet wächst das kommunale Ladenetz weiter.
Für die Kunden bedeutet die Zusammenarbeit vor allem mehr Reichweite und einheitliche Preise. Nutzer der Ladekarten der beteiligten Stadtwerke können künftig die gesamte Ladeinfrastruktur des Verbundes zu identischen Konditionen nutzen. Unabhängig davon, ob sie in Stralsund, Barth oder Ribnitz-Damgarten laden, gelten dieselben attraktiven Tarife. Das Laden ist bereits ab 43 Cent pro Kilowattstunde möglich.
„Unser Ziel ist nicht, möglichst viele einzelne Ladenetze aufzubauen. Unser Ziel ist es, den Kunden ein einfaches und attraktives Ladeangebot zu machen. Wer eine Ladekarte seines Stadtwerks besitzt, soll künftig im gesamten Verbund zum gleichen Preis laden können. Mit Ribnitz-Damgarten wächst dieses Angebot weiter, und wir führen bereits Gespräche mit weiteren Stadtwerken in Mecklenburg-Vorpommern“, erklärt Anselm Drescher, Geschäftsführer der Stadtwerke Stralsund.
Die Zusammenarbeit umfasst neben der gegenseitigen Nutzbarkeit der Ladekarten auch die technische Betriebsführung, die Abrechnung, den Kundensupport sowie die gemeinsame Weiterentwicklung der Ladeinfrastruktur. Darüber hinaus unterstützen die Stadtwerke Stralsund die Stadtwerke Ribnitz-Damgarten bei technischen Fragestellungen, Fördermittelprogrammen und zukünftigen Infrastrukturprojekten.
Bereits heute arbeiten die Stadtwerke Barth im Bereich Ladeinfrastruktur mit den Stadtwerken Stralsund zusammen. Mit dem Beitritt der Stadtwerke Ribnitz-Damgarten wächst der Verbund nun weiter.
„Die Elektromobilität entwickelt sich rasant. Gleichzeitig stehen viele kommunale Energieversorger vor ähnlichen Herausforderungen beim Aufbau und Betrieb von Ladeinfrastruktur. Durch Kooperationen können wir unsere Erfahrungen bündeln, wirtschaftlicher arbeiten und unseren Kunden bessere Angebote machen. Die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Stralsund ist für uns deshalb weit mehr als eine technische Kooperation. Sie ist ein wichtiger Schritt hin zu einem kommunalen Ladeverbund in Mecklenburg-Vorpommern, von dem Kunden, Kommunen und weitere Stadtwerke gleichermaßen profitieren können“, sagt Sebastian Pott, Geschäftsführer der Stadtwerke Ribnitz-Damgarten.
Die Stadtwerke Stralsund verstehen die Kooperation als Teil einer langfristigen Strategie zum Aufbau eines kommunalen Ladeverbundes in Mecklenburg-Vorpommern. Ziel ist es, weiteren Stadtwerken die Möglichkeit zu geben, auf bestehende Strukturen, Erfahrungen und Prozesse zurückzugreifen und so Ladeinfrastruktur wirtschaftlich und kundenorientiert zu betreiben.
Bereits heute befinden sich die Stadtwerke Stralsund in Gesprächen mit weiteren kommunalen Energieversorgern in Mecklenburg-Vorpommern. Für einzelne Kooperationen laufen bereits konkrete Vorbereitungen. Ziel ist ein flächendeckendes kommunales Ladenetz mit einheitlichen Standards, transparenten Preisen und regionalen Ansprechpartnern vor Ort.
Zahlen und Fakten
- 128 Lade-Standorte im Netz der Stadtwerke Stralsund
- Über 250 öffentliche Ladepunkte
- 9 Ladesäulen und 18 Ladepunkte der Stadtwerke Ribnitz-Damgarten
- Bereits bestehende Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Barth
- Einheitliche Ladetarife im gesamten Verbund
- Laden bereits ab 43 Cent pro Kilowattstunde
- Eine Ladekarte für alle Verbundstandorte
- Regionale Ansprechpartner vor Ort
- Weitere Kooperationen mit kommunalen Stadtwerken in Vorbereitung