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10.06.2026

REWA erneuert Haupttrinkwasserleitung in Grünhufe

Technische Lösung sichert Trinkwasser und Naturschutz

Wer derzeit durch Grünhufe fährt, wird von den Bauarbeiten der REWA (Regionale Wasser- und Abwassergesellschaft Stralsund) kaum etwas bemerken. Und doch entsteht hier ein wichtiges Infrastrukturprojekt für die Trinkwasserversorgung der gesamten Hansestadt.

Die REWA erneuert derzeit einen Abschnitt der Haupttrinkwasserleitung, die das Wasserwerk in Lüssow mit Stralsund verbindet. Die Herausforderung: Die bestehende Trasse verläuft direkt unter einer Grünanlage, die nunmehr unter Naturschutz steht. Ein Austausch der alten Leitung an gleicher Stelle kam aufgrund der in den 1990er Jahren gepflanzten Bäume nicht infrage. Stattdessen haben sich die Ingenieure für eine andere Lösung entschieden: Von der bestehenden Hauptleitung wird parallel eine neue Trasse als eine Art „Umleitung“ gebaut. Diese verläuft hinter der Grünanlage und wird anschließend wieder mit der vorhandenen Leitung verbunden. Der alte Leitungsabschnitt unter der geschützten Grünanlage wird nach Abschluss der Arbeiten außer Betrieb genommen.

Auch technisch ist das Projekt etwas Besonderes. Die neue Leitung dient der sogenannten galvanischen Trennung der vorhandenen Hauptleitung aus Stahl mit einem Innendurchmesser von 800 bzw. 600 mm, welche das kostbare Wasser aus Lüssow zuleitet. Dieser rund 4,4 km lange Leitungsabschnitt ist mit einem sog. Schutzstrom beaufschlagt, der mithilfe von Opferanoden die Korrosion der Leitung verhindert. Die Maßnahme erhöht damit die Lebensdauer der Infrastruktur und trägt zur Betriebssicherheit bei.

Für die Mitarbeiter der REWA ist die Baustelle auch aufgrund ihrer Dimension außergewöhnlich: Verlegt wird eine Trinkwasserleitung mit einem Innendurchmesser von 500 Millimetern aus Polyethylen (PE) sowie duktilem Gusseisen. „Eine Leitung dieser Größe haben wir seit rund 30 Jahren nicht mehr verlegt“, berichtet Mirko Schwanbeck aus dem Rohrnetz-Team. Im Arbeitsalltag werden eher Leitungen mit einem Durchmesser von 200 Millimetern eingebaut.

Die Arbeiten werden voraussichtlich noch etwa zwei Wochen andauern. Auch wenn die Baustelle für die meisten Bürgerinnen und Bürger kaum sichtbar ist, entsteht hier ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Stralsunder Trinkwasserversorgung. Denn moderne, leistungsfähige und langlebige Leitungsnetze sind die Grundlage dafür, dass jederzeit sauberes Trinkwasser zuverlässig und preiswert aus dem Hahn fließt.

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